Grey Book Reflexion
Wir wandten uns Drogen zu, weil wir Menschen sind, die sofortige Befriedigung verlangen, und Drogen gaben uns diese sofortige Befriedigung.
Gray Book, p. 39 (Step Three, Lines 8-10)
In Narcotics Anonymous ist es uns nicht wichtig, wie oder wann wir süchtig wurden. Einige könnten sagen, sie seien süchtig geboren.
Einige könnten sagen, dass ihre Erziehung einen Einfluss auf ihre Sucht hatte. Einige könnten sogar sagen, es war eine Entscheidung und eine schlechte Entscheidung, Drogen zu nehmen, und dann wurden sie abhängig. In Narcotics Anonymous konzentrieren wir uns auf die Lösung und nicht auf das Problem.
Wir akzeptieren, dass wir an einer fortschreitenden, unheilbaren, tödlichen Krankheit leiden. Unser Fokus liegt auf der Behandlung der Krankheit, nicht darauf, wie wir sie bekommen haben oder auf das offensichtlichste Symptom, die Drogen. Wir litten an einer Krankheit, bei der wir immer sofortige Befriedigung unserer Grundbedürfnisse wollten. Die anfängliche Euphorie, die uns die Drogen zuerst gaben, hörte auf; wir mussten konsumieren.
Wir konnten die einfachen Dinge im Leben nicht mehr genießen. Die Drogen hörten auf zu wirken und wandten sich gegen uns, und jetzt benutzten die Drogen uns. Was sich gut anfühlte, taten wir bis zum Äußersten, wir jagten immer noch dem Rausch nach, den uns die Drogen am Anfang gaben. Wir versuchten, diese Leere mit Menschen, Orten und Dingen zu füllen.
In Narcotics Anonymous lernten wir, dass ein spirituelles Problem mit einer spirituellen Lösung behandelt werden musste. Die Schritte sind unsere Lösung; sie sind unser Lebensplan. Wir lernten, dass nur eine Höhere Macht unsere Obsessionen und Zwänge lindern kann.
Wir verlernen unsere alten Wege. Durch das Leben der spirituellen Prinzipien der Schritte und Traditionen entwickeln wir eine andere Perspektive auf unser Leben. Unsere Wahrnehmungen über uns selbst, Gott, andere und die Welt im Allgemeinen ändern sich zum Besseren.
Wir sind nicht mehr selbstsüchtig. Wir konzentrieren uns darauf, anderen zu helfen und aus uns selbst herauszukommen.
Unsere spirituelle Befriedigung hilft uns zu wachsen. Wir wollen mehr davon, also kommen wir immer wieder zurück.
Wir werden unsere sofortige Befriedigung durch Dankbarkeit ersetzen. Wir werden es ruhig angehen lassen und das Programm täglich praktizieren.