Grey Book Reflexion
Unser negatives Selbstbild wurde durch eine positive Sorge um andere ersetzt.
Gray Book, p. 26 (Chapter Three, Lines 26-27)
Unser Basistext sagt uns, dass unser ganzes Leben, auf die eine oder andere Weise, sich um Drogen drehte. Es schien, dass unsere Persönlichkeiten und wer wir waren, mit jedem Rausch verschwanden. Wie Tornados wurden wir selbstzentriert, während wir durch das Leben der Menschen fegten.
Wir schadeten uns selbst am meisten, indem wir unsere eigenen Verantwortlichkeiten vernachlässigten. Einer unserer Mitglieder sagte: "Die Sucht veränderte mein Verhalten. Die Realität wurde unangenehm, schließlich unerträglich.
Ich brauchte immer mehr Drogen, um zu überleben. Wenn ich unter dem Einfluss von Drogen stand, waren Ehrlichkeit und Integrität weniger wichtig und oft unbequem. Zwischen den 'Räuschen' waren Ehrlichkeit und Integrität Lasten, die verhindert hätten, mehr Drogen zu bekommen und die Erleichterung, die ich brauchte." Verloren und spirituell gebrochen fanden wir uns in Narcotics Anonymous wieder. Hier kamen wir mit anderen in Kontakt, die einst an demselben Ort waren wie wir.
Diese Mitglieder von Narcotics Anonymous zeigten uns bedingungslose Liebe. Sie sagten uns, dass wir nicht mehr leiden müssten. Sie sagten uns, dass sie Freiheit von den Schrecken der aktiven Sucht gefunden hatten.
Ihre Umarmungen, zusammen mit der wortlosen Sprache der Empathie, wurden der Beginn unseres Heilungsprozesses. Dieser neue Weg zu leben wurde unser neuer Lebensweg. Freiheit von aktiver Sucht gab uns ein Gefühl für uns selbst.
Unsere Beziehung zur Realität war der Beginn unserer Genesung. Die spirituellen Prinzipien von Narcotics Anonymous waren das Ende unserer Isolation.
Wir erhielten dieses kostbare Geschenk frei. Die einzige Bedingung, dieses kostbare Geschenk zu behalten, war, es frei und ohne Gebühr weiterzugeben. Durch die Ergebnisse unseres spirituellen Erwachens entwickelten wir eine natürliche Sorge um andere.
Wir begannen, uns angemessen und würdig zu fühlen. Am wichtigsten war, dass wir in der Lage waren, anderen zu helfen.
Das seltsame Paradoxon, das zu behalten, was wir haben, indem wir es weitergeben, wurde für uns ein normaler Lebensweg.