Grey Book Reflexion
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, woher wir kommen, damit wir nicht zurückkehren. Wir mussten durch das gehen, was wir getan haben, um dorthin zu gelangen, wo wir jetzt sind.
Gray Book, p. 42 (Step Four, Lines 4-6)
Die meisten von uns haben den Satz gehört: "Kein Schmerz, kein Gewinn." Der Schmerz in der aktiven Sucht schien keinen Sinn zu machen, was einen "Gewinn" betrifft. Meistens schien er sinnlos und selbst zugefügt. Meistens folgten diesem Schmerz negative Umstände und Konsequenzen.
Als wir zu Narcotics Anonymous kamen, erkannten die meisten von uns nicht, dass der schlimmste Tag unseres Lebens sich als positiver Meilenstein herausstellen würde, der uns tatsächlich helfen würde. Der Schmerz trieb die meisten von uns zu unserer ersten Kapitulation. Wir erinnern uns an das Gift aus den Schrecken unserer Sucht.
Der Schmerz motivierte uns zur Veränderung; er half uns auch, mit anderen mitzufühlen. Der zweite Schritt besagt, dass dieser Schmerz uns zwingt, eine Macht zu suchen, die größer ist als wir selbst.
Während wir unseren vierten Schritt arbeiten, nutzen wir diesen Schmerz zum Schreiben, und während wir schreiben, heilen wir. Zu Beginn unserer Reise nutzten viele von uns den Schmerz als Motivator zur Veränderung.
Indem wir ein lebendiges Programm arbeiten, beginnen wir zu heilen. Mit jedem spirituellen Erwachen werden wir erleuchtet und die Prinzipien von Freiheit und Freude ersetzen unsere Motive. In der Genesung bewegen wir uns durch den Schmerz und verlassen uns nicht mehr darauf, um Veränderungen zu motivieren.
Unsere Schritte und Traditionen sind spirituelle Prinzipien, nach denen wir leben. Wann immer wir gegen spirituelle Prinzipien verstoßen, beginnen wir den Schmerz zu fühlen, den unser Eigenwille erzeugt. Ein spirituelles Leben zu führen, steht manchmal im Konflikt mit unserer menschlichen Natur und nicht zu vergessen unserer Sucht.
Veränderung und Schmerz mögen unvermeidlich sein, aber Leiden ist optional. Heute begrüßen wir die Veränderung und akzeptieren die Wachstumsschmerzen, die manchmal damit einhergehen. Was auch immer uns in einem bestimmten Moment beunruhigt, wird zu unserem größten Lehrer.
Wir nutzen zunächst den Schmerz als Motivator zur Veränderung. Während wir mit der Hilfe Gottes, unserer Sponsoren und des Programms von Narcotics Anonymous wachsen, ersetzt Wohlwollen den Schmerz als Motivator.